AGUS e.V.

- für Suizidtrauernde bundesweit -

 

AGUS-Selbsthilfegruppen für Trauernde nach dem Suizid eines nahe stehenden Menschen

  • ermöglichen Gespräche mit ähnlich Betroffenen in einem geschützten Rahmen
  • werden von geschulten und erfahrenen Betroffenen geleitet
  • sind überkonfessionell
  • erheben keinen therapeutischen Anspruch
  • es ist unerheblich, wie lange der Tod her ist; Sie wissen selbst am Besten, ob und wann Sie diese Möglichkeit in Anspruch nehmen möchten
  • jeder kann von sich das erzählen, was er möchte oder auch nur zuhören; lediglich eine kurze Mitteilung zur persönlichen Betroffenheit ist obligatorisch;
  • Anonymität ist möglich
  • die Teilnahme ist kostenlos und unverbindlich; eine Mitgliedschaft bei AGUS e.V. ist nicht erforderlich
  • nehmen Sie bitte vor dem ersten Gruppenbesuch Kontakt mit der/dem AnsprechpartnerIn auf
  • Sie können solange an der Gruppe teilnehmen, wie es Ihnen gut tut

 

Die Gruppentreffen

  • finden in der Regel einmal monatlich statt
  • dauern zwei bis drei Stunden
  • beginnen mit einer Eingangsrunde, bei der alle ihre mitgebrachten Themen benennen können
  • der Ablauf ist durch Gesprächsregeln strukturiert, die am Beginn mitgeteilt werden; die Gruppenleiter haben die Aufgabe, für die Einhaltung dieser Regeln zu sorgen, um für alle einen wertschätzenden Umgang und guten Verlauf zu ermöglichen
  • die Teilnehmerzahl liegt in der Regel zwischen sechs und 12 Teilnehmern (offene Selbsthilfegruppe)
  • werden von geschulten Betroffenen geleitet, häufig von einem kleinen Leitungsteam

 

 Was kann ich von einer AGUS-Gruppe erwarten

  • Austausch mit Menschen, die ebenfalls Suizidtrauernde sind
  • Einschätzen der eigenen Reaktionen im Vergleich mit anderen ("Bin ich normal?")
  • Erweiterung des Blicks auf die Trauer nach Suizid durch Gespräche mit Menschen, die "anders" trauern, z.B. weil die Beziehung zum Verstorbenen eine andere war oder weil der zeitliche Abstand größer/kleiner ist
  • Verständnis, da Vieles nicht erklärt werden muss
  • praktische Hinweise für die persönlichen Handlungsmöglichkeiten, z.B. was sage ich meinen Kindern, wie gestalte ich die nächste Familienfeier, usw.
  • Betroffenenkompetenz!